

Bei diesem Projekt haben Studierende der Universität Leipzig und Menschen mit geistiger Behinderung gleichberechtigt in einem Forschungsteam zusammengearbeitet.
Wir haben untersucht, was gemacht werden muss, damit Menschen mit geistiger Behinderung kulturelle Einrichtungen erleben können wie andere Menschen auch. Kulturelle Einrichtungen, das sind zum Beispiel Museen und Theater.
Wir haben nach dem Forschungsansatz Inclusive Research gearbeitet. Inclusive Research kommt aus dem Englischen. Es bedeutet: gemeinsam forschen. Das heißt, Menschen mit geistiger Behinderung dürfen mitreden. Nicht über uns, sondern MIT uns.
Projektlaufzeit:
2007 – 2008
Projektleitung:
Karen Kohlmann
E-Mail:
gemeinsamforschen(at)gmx(dot)de
Projektmitarbeiter:
Wolfgang Deckner
Erik Köttgen
Henry Neubert
Anne Pohl
Katinka Rambow
Simone Renker
Juliane Richter
Oliver Schulze
Marlen Sommermann
Angelika Wagner
Sebastian Wenzel
Gemeinsam forschen – Ein Projekt stellt sich vor
Klicken Sie [hier] oder auf das Bild, um den Forschungsbericht herunterzuladen.
In einem Wochenendseminar haben wir darüber gesprochen, was eine geistige Behinderung eigentlich für uns ist.

Jeder hat darüber erzählt, wann wir uns im Leben behindert fühlen.
Lesen Sie hierzu über den Link im Kasten "Meinungen" die jeweiligen Stellungnahmen.
Dann haben wir gemeinsam überlegt, was uns im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung wichtig ist.
1. Respekt und Hilfe
Wir wünschen uns Respekt und Hilfe.
Respekt heißt für uns Freundlichkeit. Zum Beispiel soll ein Mensch mit Behinderung in einer Gaststätte genauso freundlich bedient werden, wie alle anderen Menschen auch. ...
Lesen Sie weiter über den Link im nebenstehenden Kasten "Auflistung".

Erik Köttgen: Wenn Lisa lacht, wenn ich spreche. Ich habe die Krankheit Down-Syndrom. Die Sprache ist meine Schwäche. Mama und Papa sagen, dass man da nicht lacht. ...
Respekt und Hilfe
Begleitperson
Gesellschaft
Vielfalt
Man muss keinem seine Behinderung ansehen
Förderung
Freude empfinden
Seelische und körperliche Funktion
Einfach ein Mensch
Keine Krankheit
Normal arbeiten
Wir wollten untersuchen, ob die kulturellen Einrichtungen in Leipzig, also die Theater und Museen, barrierefrei sind.
Dazu mussten wir wissen, was Barrierefreiheit bedeutet.
Barrierefrei sind ...
Bauliche und sonstige Anlagen
Verkehrsmittel
Technische Gebrauchsgegenstände
Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen
Kommunikations-Einrichtungen
andere gestaltete Lebensbereiche
wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich sind.
So steht es im Gesetz. Das ist sehr schwer zu verstehen.
Über den nebenstehenden Kasten "Begriffserklärung" könnt Ihr lesen was das Gesetz genau bedeudet.
Wir haben uns gemeinsam überlegt, was uns als Menschen mit geistiger Behinderung wichtig ist, wenn wir eine öffentliche Einrichtung besuchen.
1. Respekt und Freundlichkeit
Es ist uns wichtig, dass Mitarbeiter auf unsere Fragen freundlich antworten. Oder dass ein Mensch mit Behinderung einen Mitarbeiter um Hilfe bitten kann und dieser dann auch Zeit für ihn hat.
2. Hilfen zum Zurechtfinden
Ein Mensch mit geistiger Behinderung muss sich in einem öffentlichen Haus gut zurechtfinden können. Dabei helfen Symbole und Piktogramme, die den Weg weisen, zum Beispiel Symbole für den Notausgang und die Toiletten.
3. Hilfen zum Verstehen
Menschen mit geistiger Behinderung brauchen manchmal Hilfen zum Verstehen. Dafür gibt es die Leichte Sprache. Leichte Sprache bedeutet, dass in großer Schrift geschrieben wird und dass einfache Wörter benutzt werden. Fremdwörter und andere schwere Wörter müssen erklärt werden, damit sie jeder verstehen kann.

Dann sind wir zu 10 verschiedenen kulturellen Einrichtungen in Leipzig gegangen und haben untersucht, ob sie barrierefrei sind.
Dafür haben wir einen Fragebogen entworfen. Auf dem konnten wir für jede Einrichtung ankreuzen, wie gut wir uns dort zurecht finden, wie freundlich die Mitarbeiter sind und vieles mehr.



Alle Ergebnisse der Untersuchung haben wir in einem Forschungsbericht aufgeschrieben.
Diesen Bericht könnt Ihr hier downloaden.