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Irgendwann kommt der Tag, an dem Sie wieder arbeiten möchten bzw. müssen und vor der Herausforderung stehen, einen geeigneten Betreuungsplatz für Ihr Kind zu finden. Tagesmutter oder Kindertagesstätte? Integrative Kita oder Einzelintegration im Regelkindergarten?

Je früher Sie damit anfangen, sich nach einem guten Platz für Ihr Kind umzuschauen, desto besser. Denn die Plätze in guten integrativen Kindertagesstätten sind begrenzt. Und es fällt Ihnen sicher leichter ihr Kind 'loszulassen' und mit Freude wieder Ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, wenn Sie ihr Kind gut versorgt wissen.

 

Tagespflege

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Ihr Kind bis zum dritten Lebensjahr zu einer Tagesmutter zu geben. Was eine sehr schöne Möglichkeit ist, da diese höchstens fünf Kinder betreut und sich jedem Kind sehr intensiv widmen kann. Nach Angaben des Jugendamtes muss die Tagespflegeperson zwar eine heilpädagogische Qualifikation haben, um ein Kind mit Behinderung zu betreuen - was die wenigsten Tagesmütter haben. Doch je nach Ausprägung und Schwere der Behinderung und Bereitschaft der Tagesmutter kann ein Kind im Einzelfall auch bei einer nicht heil-pädagogisch ausgebildeten Tagesmutter betreut werden.

 

Integrative Kindertagesstätten

In jedem der Stadtbezirke Leipzigs gibt es integrative Kindertagesstätten. Es ist sehr zu empfehlen, sich frühzeitig bei einer oder am besten bei mehreren in Frage kommenden Einrichtungen telefonisch zu melden und einen persönlichen Gesprächstermin auszumachen. Es reicht nicht, sich eine Einrichtung nur an einem Tag der offenen Tür anzuschauen.

Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch der Einrichtung, befragen Sie die Leiterin und auch die Erzieher zu Ihrer Arbeit und Ihren Schwerpunkten. Und fragen Sie auch sich selber ehrlich, was Sie für Ihr Kind möchten - und hören Sie auf Ihr Gefühl. Gucken Sie sich am besten mehrere Einrichtungen an oder fragen Sie, ob Sie an einem Vormittag hospitieren können, um eine bessere Vorstellung von der Arbeit der Einrichtung zu bekommen, die Räumlichkeiten und auch die Erzieher kennen zu lernen.

Der Vorteil einer integrativen Kindertagesstätte besteht darin, dass die Gruppen in der Regel kleiner sind als in Regelkindergärten, die Erzieher Erfahrungen im Umgang mit entwicklungsverzögerten und behinderten Kindern haben und eine heilpädagogische Zusatzqualifikation haben. Die Gestaltung der Räume und das vorhandene Spielmaterial berücksichtigen die veränderten Spielbedürfnisse integrativer Kinder. Und die Kinder, aber auch die Elternschaft integrativer Kindergärten haben mehr Erfahrungen im Umgang mit Behinderung, und dadurch weniger Berührungsängste. Auch als Eltern hat man dort Kontakt mit anderen Eltern entwicklungsverzögerter und behinderter Kinder - das kann sehr hilfreich sein.

 

Einzelintegration im Regelkindergarten

Grundsätzlich ist es möglich, ein behindertes Kind in einen Regelkindergarten zu geben - wenn die Kindergartenleitung damit einverstanden ist und sich in der Lage sieht, auf das Kind und seine besonderen Bedürfnisse einzugehen.

Die Interdisziplinäre Frühförderstelle bietet in diesem Fall für ihre Förderkinder gerne individuelle Hilfen an. Wir überlegen gemeinsam, ob und wie die Aufnahme des Kindes in die Kindertagesstätte am besten zu realisieren ist. Wir beraten die Erzieher der zukünftigen Kindertagesstätte, geben Anleitungen und Hilfestellung wo nötig und setzen uns gemeinsam mit Kindergartenleitung, Erziehern und Eltern an einen Tisch, um die optimale Förderung und Integration des Kindes in die Regel-Gruppe zu besprechen.

Eine Einzelintegration in einem Regelkindergarten kann von Vorteil sein, wenn ein älteres Geschwisterkind oder perspektivisch ein jüngeres Geschwisterkind denselben Kindergarten besucht. Man kennt als Eltern die Einrichtung schon, das Kind hat Bruder oder Schwester als möglichen Bezug, und als Eltern hat man weniger Wege, wenn der nächste gute integrative Kindergarten weit entfernt vom Wohnort ist. Die zusätzlich gewonnene Zeit kann man dann gemeinsam mit der Familie verbringen - anstatt das Kind täglich über weite Strecken transportieren zu müssen.

Der Nachteil besteht darin, dass es weiterhin die Aufgabe der Eltern ist, sich um die therapeutische Förderung des Kindes zu kümmern. Das heißt sie müssen zusätzlich zu ihrer beruflichen Tätigkeit zu den verschiedenen Therapeuten gehen - unter Umständen eine große Belastung.

Dabei können wir Ihnen jedoch helfen, denn wir bieten mobile heilpädagogische Einzelförderung in der Kindertagesstätte an, d.h. wir arbeiten mit Ihrem Kind wie gewohnt einmal pro Woche, jedoch in den Räumlichkeiten der Kindertagestätte. Währenddessen gehen sie entspannt Ihrer Arbeit nach. In regelmäßigen Abständen machen wir dann einen Termin aus, um die Inhalte der Sitzungen und die Entwicklung Ihres Kindes zu besprechen und Anregungen für die häusliche Förderung zu geben.